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19. November 19 Uhr Kamen Dokumentation

Nazis in Sachsen

Eine kurzfristige Absage des Referenten lässt die heutige Veranstaltung „Strategien der Nazis“ ausfallen und wird durch eine Doku über „Nazis in Sachsen“ ersetzt.

Beginn: 19 Uhr
Ort: Backyard Cafe Kamen

Wir freuen uns.

Danke!

Am Samstag den 08.11.2008 demonstrierten ca. 120 Menschen unter dem Motto „Jeder Staat hat seine Geschichte. Das ist die deutsche!“ Für die Opfer der „Reichspogromnacht“ und gegen den modernen Antisemitismus.

Wir freuen uns über die postitive Resonanz und sind erstaunt und glücklich wie viele Menschen an diesem Tag nach Schwerte gekommen sind, deswegen bedanken wir uns bei allen Gruppen und Personen die uns an diesem Tag unterstützt haben.

Wir hoffen auch nach aussen gezeigt zu haben, dass Antifaschistische Arbeit in der Region existiert und es jederzeit möglich ist uns und unsere Arbeit zu unterstützen.

Der Blog wird in den nächsten Tagen ein wenig umgestaltet und als Homepage der Antifa m.A.U.S. weiterverwendet.

Bei weiteren Fragen, Anmerkugen und Ratschlägen stehen wir gerne zur Verfügung.

Antifaschistische Grüsse
Bis bald.

EA!

Hier die EA NR!

Die EA Nr. lautet 02304/ 251-07-23

Der EA ist ab 10 Uhr Morgens erreichbar.

Bis Morgen!

Ermittlungsausschuss am Samstag

Ermittlungsausschuss

Am Samstag wird es einen EA geben, der ab 10 Uhr (für eventuelle Genossinnen und Genossen mit weitem Anreiseweg) geschaltet ist.

Die NR. findet ihr hier ab Freitagabend.

Weitere Infos: Im Auflagenbescheid sind derzeit keine genauen Angaben über Fahnenstöcke oder Transpigrössen enthalten, stellt euch also am besten auf die „üblichen“ Regeln ein.

Also dann bis Samstag.

Antifa m.A.U.S

Vorveranstaltung zum Thema „Reichspogromnacht“ im Backyard Café Kamen!

Im Vorfeld der Demonstration in Schwerte wird es eine Mobilisierungsveranstaltung (Vortrag + Film) im Backyard Café Kamen geben.
Hierbei möchten wir die geschichtlichen Hintergründe zur „Reichspogromnacht“, die bei einer Demonstration öfters auf der Strecke bleiben, näher erläutern und auch anderen Fragen auf den Grund gehen, also:

Was geschah in der Nacht vom 9. auf den 10 November 1938?
Waren die Pogrome wirklich der „Volkszorn“ den die NSDAP Führung propagierte?
Und was geschah eigentlich im Kreis Unna zu dieser Zeit?

Diese und andere Fragen wird unser Referent am 5.11.2008 um 19 Uhr im Backyard Café Kamen (http://backyard.blogsport.de/) klären und einen genauen Einblick in die Geschehnisse der „Reichspogromnacht“ geben.
Wer Zeit und Lust hat ist hierzu herzlich eingeladen.

Demoaufruf zum 08.11.2008 in Schwerte

Jeder Staat hat seine Geschichte

Am 9. November 1938 wurde das, was die Nationalsozialisten seit Jahren angedroht hatten, Wirklichkeit. In einer generalstabsmäßig geplanten Aktion wurden in ganz Deutschland jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert, Synagogen angezündet und Menschen verschleppt. Toleriert von Polizei und gelenkt von SA und SS fand der Antisemitismus der deutschen Gesellschaft ein Ventil in einem Akt der Gewalt.

Wie überall in Deutschland und nachher auch in Europa, wurden in Schwerte Jüdinnen und Juden Opfer der antisemitischen Verfolgung; sie wurden inhaftiert oder sogar ermordet, ihr Besitz wurde zerstört und geplündert. In nur einer Nacht war es möglich, das gesamte Leben der jüdischen Einwohner in Schwerte zu zerstören. Sie mussten zusehen wie ihre Synagoge zerstört und ihnen ihre Existenzgrundlage entzogen wurde. Von ehemals 120 Juden haben nur 4 die Verfolgung im Nationalsozialismus überlebt.

Bis weit in die Kriegsjahre hinein war Schwerte die Stadt mit dem größten Eisenbahnausbesserungswerk Europas und dem größten Schienenknotenpunkt in Westeuropa. So sind fast alle Deportationszüge aus Westeuropa (Frankreich, Belgien, Niederlande, etc.) nach Schwerte geleitet worden, um ihre menschliche Fracht von dort der industriellen Vernichtungsmaschinerie der Nazis zuzuführen. Das Schwerter Stadtarchiv spricht von 100000 über Schwerte deportierten. All dies geschah unter den Augen der Schwerter Bevölkerung.

Unter dem Eindruck der alliierten Bombardements und dem zunehmenden Mangel an Arbeitskräften wurde zwischenzeitlich ein Außenlager des KZ Buchenwald errichtet, um die Reparatur der Eisenbahnen, die kriegswichtiges Material transportierten und Jüdinnen und Juden deportierten, sicherzustellen.

Auch heute – 70 Jahre später – gibt es immer noch einen Bodensatz antisemitischen Gedankenguts im Land der TäterInnen von einst. Während der Satz „Auch heute noch ist der Einfluss der Juden zu groß“ bei 20% der Westdeutschen auf Zustimmung trifft, wird gleichzeitig mit Fragen wie „was habe ich mit dem Holocaust zu tun“ eine Beschäftigung mit den historischen Ereignissen verweigert.

Deshalb ist es umso wichtiger, an die Geschehnisse im Nationalsozialismus zu erinnern und der Opfer zu gedenken, sowie die potentiellen Opfer zu schützen.

Kommt zur antifaschistischen Demonstration nach Schwerte!
Am Samstag den 8.11.2008 um 14:00 Uhr am Hauptbahnhof.

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